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Geschichte des Vereins

Kloster Banz Jubiläum

Vorstandsmitglieder Achim Kuck (vorne links) und Martina Heland-Gräf (vorne Mitte) mit Gästen der Jubiläumsfeier des Landesverbandes BayPE

 

20 Jahre Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BayPE), d.h. 20 Jahre Einsatz für Menschen, die mit seelischen Krisen zu kämpfen haben. Der historische Kaisersaal von Kloster Banz im oberfränkischen Bad Staffelstein bot die würdige Kulisse für die Feierlichkeiten zum Verbandsjubiläum. Zu zwei Tagen mit Musik und Glückwünschen, aber auch zum fachlichen Austausch war eine Festgesellschaft von rund 30 Personen zusammengekommen. Vorstand Martina Heland-Gräf führte durch die Veranstaltung, die unter dem Motto "Gemeinsam Nüsse knacken" stand.

 

Untermiete beim Münchner Psychiatrie-Erfahrenen-Verein, ein halber Schrank, ein Computer, ein Drucker - so hatte alles vor 20 Jahren begonnen. Aus der Arbeitsgemeinschaft im Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener erwuchs ein eigener Landesverband. Karin Haehn, als Frau der ersten Stunde, hat sich wie viele andere über Jahre ehrenamtlich engagiert. "Es war neu, dass sich Menschen zusammenschließen und outen", sagte sie. "Es war wichtig sichtbar zu machen, dass Psychiatrie-Erfahrene keine Ungeheuer sind.

 

Die Zeiten der Untermiete sind vorbei, heute hat der Verband eine eigene Geschäftsstelle in Augsburg. Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung, blickte in ihrem Grußwort mit Freude auf die Eröffnung zurück. Kathrin Sonnenholzner, Mitglied des Bayerischen Landtags und Dr. Georg Walzl, Ministerialdirigent im Bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege, würdigten die Mitarbeit Psychiatrieerfahrener bei zahlreichen Arbeitssitzungen zum PsychKHG.

 

Als "etablierten und gewieften Akteur" in der bayerischen Psychiatrie-Politik bezeichnete Josef Mederer, Präsident des Verbandes der Bayerischen Bezirke, den BayPE. Beratung von Landtag, Bezirketag, zuständigen Ministerien und Fachgremien gehört heute zu den Aufgaben des Landesverbands. Neben der politischen Interessenvertretung ist ein anderes Arbeitsgebiet die Stärkung der Selbsthilfe.

 

Hierzu initiiert und berät BayPE Gruppen, organisiert Selbsthilfetage in verschiedenen bayerischen Städten, fördert Austausch und Vernetzung. All dies wäre ohne die Basis, die psychiatrieerfahrenen Vereinsmitglieder, nicht möglich. Martina Heland-Gräfs besonderer Dank ging deshalb an sie: "Ohne die Mitglieder würde es den Verein nicht geben. Der Blick ging nicht nur zurück in die Geschichte des Verbandes, sondern auch nach vorn: Das Zusammenkommen in Kloster Banz nutzten die Mitglieder auch für ein Brainstorming, wie es inhaltlich weitergehen soll. Eigenständige Selbsthilfegruppen, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für psychisch Belastete und unabhängige Beschwerdestellen - diese Themen möchten sie unter anderen auf der Agenda sehen. Diese "Nüsse" werden nur gemeinsam zu knacken sein.


Grußwort des Bezirkstags-Präsidenten Josef Mederer 20 Jahre BayPE

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder des Landesverbands Psychiatrieerfahrener,

 

zunächst wünsche ich Ihnen zu Ihrem zweiten runden Geburtstag von Herzen alles Gute! Mit 20 ist man längst den Kinderschuhen entwachsen und gewachsen, das beweisen Sie uns nicht nur mit Ihrer Jubiläumsveranstaltung im ehrwürdigen Kloster Banz und den zahlreichen Gratulanten und Grußwortrednern. Längst sind Sie ein etablierter und gewiefter Akteur in Sachen Psychiatrie auf der Landesebene. Und das ist auch gut so!

 

Aus Sicht eines kommunalen Spitzenverbandes, der zum einen die Versorgungsverantwortung der Bezirke für die akutpsychiatrische Versorgung durch ihre Kliniken, aber auch den Bereich der komplementären Versorgung im Rahmen der Eingliederungshilfe bündelt, braucht es den BayPE als Gegenüber, als Dialogpartner, aber auch als Sprachrohr, welches Forderungen Nachdruck verleiht, den Finger auf die Wunde legt, auf Defizite aufmerksam macht. Ich bewundere, wie sich der Landesverband in den letzten Jahren entwickelt hat, gereift in Durchschlagskraft und Ausdrucksvermögen.

 

Aus vielen Arbeitsgruppen im Rahmen des Runden Tisches PsychKHG oder des Bezirketags sind Ihre wertvollen, augenöffnenden Beiträge nicht mehr weg zu denken. Sie wirken selbstverständlich in den Planungs- und Steuerungsgremien des Versorgungssystems sowie bei Experten und Verbandsanhörungen mit und können so Ihren Grundsatz "Nichts über uns ohne uns" an vielen Stellen in die Tat umsetzen. Ihr beharrliches An-Die-Schale-Klopfen hat dabei so manches (Vor)Urteil weich geklopft. Der Bayerische Bezirketag ist dem Landesverband in besonderer Weise verbunden. Deswegen bedauern sowohl ich wie auch die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle sehr, dass wir an Ihrer Geburtstagsfeier nicht teilnehmen können

20 Jahre Einsatz für Psychiatrie-Erfahrene, Fachtag organisierter Psychiatrie-Erfahrenen-Selbsthilfe in Bayern

Einladung zum Fachtag organisierter Psychiatrie-Erfahrenen-Selbsthilfe in Bayern, Pressemeldung: Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.(BayPE e.V.) feiert mit einem Fachtag sein 20-jähriges Jubiläum von  Dienstag, 17. bis Mittwoch, 18. Mai 2016 im Bildungszentrum Kloster Banz.

 

Eingeladen sind alle Mitglieder und Aktive in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener, sowie Angehörige von Menschen mit der Erfahrung psychischer Krisen, deren Freunde und Förderer. Den Auftakt bilden Glückwünsche und Grußworte von Herrn Achim Kuck, Vorstandsmitglied des BayPE e.V., von Frau Kathrin Sonnenholzner, Mitglied des Bayerischen Landtags, von Frau Susanne Stier, Vorstandsmitglied der Münchener Psychiatrie-Erfahrenen e.V., von Herrn Dr. Georg Walzel, Ministerialdirigent des Ministeriums für Gesundheit und Pflege, von Frau Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung und von Frau Heidi Popp, vom Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker, angefragt ist Herr Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags.

 

Für den musikalischen Rahmen spielt das Landesverbandsorchester auf. Mit der Lesung des Augenzeugentextes Wie es begann - Bayerns Psychiatrie-Erfahrene organisieren sich und dem Impuls-Referat „Recovery-Bewegung“ wird die Richtung des ersten Tages gezeichnet.

 

Die Teilnehmenden werden sich auf ihre Ressourcen und Bedarfe besinnen können um gemeinsam in Kleingruppen exemplarisch Beispiele für gelingende Alternativen zur herkömmlichen psychiatrischen Behandlung zu erarbeiten und zu formulieren. Am zweiten Tag referiert Herr Werner Brand, Bürgerhilfe in der Psychiatrie, Landesverband Bayern e.V. zum Thema "Achtsamkeit".

 

Anschließend werden diverse Gesprächsforen angeboten. Dabei soll eine Gewissheit den Teilnehmenden bleiben: Vor 20 Jahren, am 18. Mai 1996, konstituierte sich in Nürnberg die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie Erfahrener im Bundesverband Psychiatrie Erfahrener e.V. aus der heraus sich der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. 2001 als Verein gründete und heute nach 20 Jahren ist er immer noch da. Der BayPE e.V. bedankt sich für die Förderung durch seine Mitglieder und Spender, durch die Bayerische Staatsregierung, vertreten durch die Regierung von Oberbayern, durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, durch die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, durch den Verband der Bayerischen Bezirke und die sieben Bayerischen Regierungsbezirke.