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Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger informiert sich beim Krisendienst Oberbayern

Bei den „Feuerlöschern“ für die Seele

 

Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger besucht Krisendienst Psychiatrie Oberbayern

 

Jede Krise ist anders. Der Bezirk Oberbayern kümmert sich als Träger von psychiatrischen und neurologischen Fachkliniken um das seelische Wohl der Bevölkerung. Einen weiteren wichtigen Baustein, den der Bezirk mit aufgebaut hat, stellt der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern dar: ein Angebot zur psychiatrischen Soforthilfe für Menschen in seelischen Notlagen. Dementsprechend gespannt war Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger bei seinem Besuch in der Leit- und in der Geschäftsstelle, mehr über das Krisendienst-Angebot zu erfahren und Probleme sowie Ziele zu erörtern.

 

„Mir liegt das Thema psychische Gesundheit sehr am Herzen. Ich weiß, dass Sie 30.000 Anrufe im Jahr bekommen und da wahnsinnig viel Herzblut reinstecken“, sagte Thomas Schwarzenberger bei den Gesprächen, an denen sich neben der ärztlichen Leiterin der Krisendienst-Leitstelle, Dr. Petra Brandmaier, auch Nicolas von Oppen, Geschäftsführer des kbo-Isar-Amper-Klinikums Region München sowie Michael Mauerer-Mollerus, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins ARGE e.V. beteiligten.

 

Einig waren sich die Beteiligten, dass strukturell bereits viel erreicht worden sei. So habe während der Corona-Pandemie trotz der damit verbundenen Personalnot kein einziger Fall abgelehnt werden müssen. Auch der Dolmetscherdienst für fremdsprachige Beratung, die zunehmende Zusammenarbeit mit der Polizei, der Deutschen Bahn und Rettungsdiensten seien positiv.

 

Dennoch: Wer gerne hilft, gerät auch schnell an seine - zumeist gesetzlichen - Grenzen. „Wir sind Feuerlöscher, aber es fehlt dann oft an der nötigen Nachsorge“, sagte Gebietskoordinatorin Amöna Woyde. Gerade im Hinblick auf hohe Suizidraten in Oberbayern wurde klargestellt, „dass unser Zutun zwar präventiv wirkt, aber um weiterhin präventiv arbeiten zu können, brauchen wir schnellwirksame vernetzte Hilfesysteme in der Weitervermittlung“, sagte Krisendienst-Geschäftsführerin Cornelia Maier. 

 

Auch bei der Jugend- und Kinderpsychiatrie und in der Kooperation mit Unterbringungsbehörden sah die Gesprächsrunde noch Luft nach oben, wie auch bei der Einführung von sogenannten „Krisenbetten“ für Menschen, die klinisch nicht behandelt werden müssen, aber eine Auszeit vom gewohnten Umfeld brauchen. Thomas Schwarzenberger nahm eine Menge Anregungen aus den Gesprächen mit: „Die Ressourcen wären da, jetzt müssen wir noch an der besseren Vernetzung arbeiten“, sagte der Bezirkstagspräsident.

 

 

Fotos: Bezirk Oberbayern

BU Krisendienst 1: Die ärztliche Leiterin der Leitstelle Dr. Petra Brandmaier zeigt Thomas Schwarzenberger die technische Ausstattung.

 

BU Krisendienst 2: v.l. Michael Mauerer-Mollerus, Vorstandsvorsitzender ARGE e.V., Martin Guth, Geschäftsführer Krisendienst Psychiatrie Oberbayern, Thomas Schwarzenberger, oberbayerischer Bezirkstagspräsident, Cornelia Maier, Geschäftsführerin Krisendienst Psychiatrie Oberbayern, Amöna Woyde, Gebietskoordinatorin Krisendienst, Sebastian Lämmermann, Gebietskoordinator Krisendienst und Nicolas von Oppen, Geschäftsführer Isar-Amper-Klinikum Region München.

 

BU Krisendienst 3: v.r. Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger, Isar-Amper-Klinikums-Geschäftsführer Nicolas von Oppen und ARGE-Vorstandsvorsitzender Michael Mauerer-Mollerus ließen sich die Arbeit des Krisendienstes ganz genau erklären.

 

 

 

Viele Grüße

 

Gunnar Giftthaler

Bereich Kommunikation – Arbeitsgebietsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Bezirk Oberbayern

Prinzregentenstraße 14

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